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Um die Schwemme zu überstehen, gibt es ein Rezept für Zucchini-Käse-Nuggets


Wohin nur mit all den Zucchini? In der zweiten Hälfte des Sommers sind sie überall, man spricht dann von der »Zucchini-Schwemme«. Es ist ein grün-gelber Tsunami, der Gärten und Schrebergärten überrollt und so viel Ertrag in kurzer Zeit liefert, dass kaum jemand allein seine Ernte aufessen kann. Also bekommt man sie praktisch hinterhergeschmissen, ob nun von Verwandten, auf dem Wochen- oder im Supermarkt. Zucchini lassen sich zwar hervorragend trocknen und so für den Herbst haltbar machen, doch das ist etwas für Leute mit Platz – in der kleinen Stadtwohnung hängt man sich eher selten eine Schubkarrenladung Gemüse an Fäden übers Bett.

Woher kommt der Name »Zucchini«?

Ich muss zugeben, dass ich tatsächlich beim Duden nachgeschaut habe, wie der Plural von Zucchini ist – und dabei gelernt habe, dass Zucchini bereits der Plural ist! Zu meiner Verteidigung: Man hört wirklich selten, dass jemand von »einem Zucchino« spricht. Und weil sich niemand dran hält, kann man inzwischen auch »die Zucchini« für ein einziges Exemplar sagen. Der Name stammt vom italienischen »Zucca« ab, dem Kürbis. Ein Zucchino (oder weiblich eine Zucchina) ist die verniedlichende Form, also ein »kleiner Kürbis«.

Wer nun also geschmacklich und optisch keine Zucchini mehr sehen mag, aber trotzdem noch viel davon zu verkochen hat, dem seien diese Zucchini-Käse-Nuggets empfohlen. Sie erinnern geschmacklich an die türkischen Mücver, das sind Reibekuchen mit Zucchini und Dill. Die Nuggets haben den Vorteil, dass sie alle zusammen im Ofen garen und man nicht stundenlang am Herd brutzeln muss. Außerdem kann man in ihnen hervorragend Gemüse verstecken und so auch Kindern (oder kindischen Erwachsenen) etwas Zucchini unterjubeln. Gerade, wenn man Schmelzkäse dazu gibt, erinnern sie an Chili-Cheese-Nuggets, bloß mit einem frischeren Geschmack.

Für das Rezept müssen die Zucchini nur gerieben und ausgepresst werden, dann mit allen anderen Zutaten vermengt und zu kleinen Bällchen geformt werden. Nach einem kleinen Bad in Paniermehl oder Panko wandern sie in den Ofen, während man den einfachen und sommerlichen Dip anrühren kann. Das ganze Rezept als Text gibt es in der Kolumne »Kochen ohne Kohle«:

Das braucht man für zwei Portionen Zucchini-Käse-Nuggets:

VIDEO: Kochshow ohne Kohle: Den Zucchini-Tsunami überstehen mit Zucchini-Käse-Nuggets | DER SPIEGEL
DER SPIEGEL

Für die Nuggets:

  • 2 mittelgroße Zucchini

  • 1 Tasse Semmelbrösel, Panko und/oder gehacktes, altbackenes Brot

  • 1 Lauchzwiebel

  • 5 bis 8 Scheiben Käse (am besten Schmelzkäse)

  • 2 TL frisch gehackten oder 3 TL gefrorenen Dill

  • 1 Ei oder vegane Alternative zum Binden (z.B. Kichererbsenmehl)

    Optional: etwas Knoblauch

Für den Dip:

  • 1 kleiner Becher Naturjoghurt

  • etwas Zitronensaft

  • Salz, Pfeffer, Zucker

    Optional: Dill, Minze

Wie lange dauert das? 15 Minuten Arbeit plus etwa 30 Minuten Backzeit
Was kostet das? Etwa 1,60 Euro pro Portion mit gekauften Zucchini (3,20 Euro für zwei Portionen). Günstiger wird es mit selbst geerntetem Gemüse.

Alle bisher erschienenen Folgen der Kolumne »Kochen ohne Kohle« lesen Sie hier. Alle Videos können Sie sich hier anschauen. Und hier können Sie dem Autor auf Instagram folgen  – oder Fragen stellen.

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Author: Daniel Rodriguez

Last Updated: 1702015322

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Job: Museum Curator

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